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Gegenwärtiges

Aufgrund der derzeitigen „Corona – Bestimmungen“ konnte das geplante 32. Bundestreffen in Springe nicht stattfinden. Aus diesem Grunde haben sich die -geladenen- aktiven Mitglieder des sogenannten “ erweiterten Vorstandes“ der Heimatkreisgemeinschaft Militsch – Trachenberg in der üblichen kleinen Runde zu einer Vorstandssitzung getroffen.

Da die Mitglieder des erweiterten Vorstands sich seit Jahrzehnten  tradtionell zu einer separaten Vorstandssitzung treffen (bei den Bundestreffen oder den Kreistreffen fand  die Sitzung des erweiterten Vorstands  immer am Vorabend  in einer kleinen geschlossenen Runde, abseits des Hauptgeschehens statt, es waren dabei immer nur die geladenen Mitglieder anwesend),   war es auch diesmal  -unter den gegebenen Umständen-  möglich  diese Sitzung stattfinden zu lassen, denn die geforderten Abstandsregelungen konnten sehr gut eingehalten werden.

Wie üblich wurde in der Heimatzeitung über das Ergebnis der Vorstandssitzung berichtet.

Für die Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg wurde am 4.7.2020  – nach dem angekündigten Rücktritt von Hans Joachim Nitschke  ( 1. Vorsitzender) – der neue  Vorstand gewählt.

 

Hans Joachim Nitschke ist nun Ehrenvorsitzender auf Lebenszeit

1. Vorsitzende :  Regina Walter

2. Vorsitzende:  Heidi Dopheide  ( sie ist gleichzeitig auch die 1. Vorsitzende des Museums auf dem Burghof in Springe)

Kassenprüfer:   Ekhard Heider und Eberhard Kaffka

 

Im Museum auf dem Burghof befindet sich unsere Heimatstube und Springe ist der Sitz unserer Heimatkreisgemeinschaft. Damit haben wir die Verbindung zu Springe nun weiter gefestigt.

Militsch /Milicz und Springe verbindet zukünftig eine Städtepartnerschaft.

 

Nachstehend wollen wir einige neue Informationen weitergeben:

Auch hier erst einmal ein kurzer Rückblick,  wichtig um die Gegenwärtigkeit besser zu verstehen:

1957 hat der Landkreis Springe die Patenschaft für 50.000 Schlesier aus dem Kreis Militsch – Trachenberg übernommen.

Es bestand zu diesem Zeitpunkt die Hoffnung, das aus dem Zusammensein in Springe und aus der Verbindung der Patenschaft, ein festes Band der Freundschaft zwischen den beiden Kreisen geknüpft werden würde.

Für Springe bedeutete es eine stetige Zunahme der Einwohnerzahl, das Hotel- und Gaststättengewerbe erfreute sich einer regen Nachfrage.

Die Heimatkreisgemeinschaft konnte nun mit Unterstützung des Patenkreises eine heimatlichte Auskunftsstelle in Springe einrichten und von dort aus die Arbeit verrichten.

Der oberste Grundsatz war: “ Vergeßt Eure Landsleute „drüben“ nicht!

Es wurden über viele Jahre,   – durch die Bevölkerung aus dem Patenkreis-  Pakete und Päckchen an die Militsch-Trachenberger jenseits des  Eisernen Vorhangs verschickt und die finanzielle Unterstützung bei den Besuchen in Springe „aus der Zone“ war auch stets gewährleistet.

„Wir waren in der Patenschaft geborgen und vereint in Treue zur Heimat, der geliebten Heimat und deren Menschen zu gedenken und dem Patenkreis Springe für dessen Hilfe und Unterstützung aus vollem Herzen zu danken.“

Spuren aus der Vergangenheit sind in Springe an den verschiedensten Stellen zu finden. (Ehrenmale, Straßennamen, Wappen….)

Die Stadt Springe unterhält bis heute freundschaftliche Beziehungen zur Stadt Milicz und zum Landkreis Milicz.

Es entstand die Städtefreundschaft, die nun endlich durch eine vom Rat der Stadt beschlossene  Städepartnerschaft zwischen Springe und Milicz „gekrönt“ worden ist. .

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Der neueste Bericht vom Juli 2020 in der öffentlichen Presse in Springe dazu  sah folgendermaßen aus:

 Die Überschrift lautete  :          Dreifache Freude

Heimatkreisgemeinschaft feiert 65. Geburtstag im Museum auf dem Burghof

Wegen der Corona Pandemie fiel die Feier zum 65 jähr. Bestehen der Heimatkreisgemeinschaft eher klein aus. Ein Treffen im Museum auf dem Burghof, wo auch der Sitz der Heimatkreisgemeinschaft ist, gab es trotzdem. Und sogar eine gute Nachricht als Geschenk. Eigentlich sollte zu dem runden Geburtstag  eines der seit 1957 traditionell alle 2 Jahre stattfindenden Bundestreffen gefeiert werden, aber Corona machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Um das Bestehen dennoch zu würdigen haben sich einige Mitglieder am Ehrenmal in Springe getroffen. Das Ehrenmal der Militsch-Trachenberger wurde  1962 in Springe auf dem Burghof geweiht. Seinerzeit waren es 1200 Besucher die an diesem Geschehen – damals zur fünfjährigen Patenschaftsfeier in Springe- teilgenommen haben. Das Denkmal wurde von Helmut Benna aus Springe entworfen und im Vorhof des Kreishauses an einer bereits vorhandenen Umwehrmauer so angebracht, dass es täglich von allen Besuchern der Kreisverwaltung gesehen wird. Damit sollte die Partnerschaftsbeziehung zu den Menschen des Kreises Springe täglich neu ins Bewußtsein gebracht werden. Als „sichtbarer Ausdruck des zwingenden Vermächtnisses“ gegenüber den Opfern der Vertreibung aus der schlesischen Heimat, gegenüber den in der Heimat zurückgelassenen Toten, den gefallenen und vermissten Soldaten  sollte dieses Mahnmal eine Brücke sein, heißt es seitens der Heimatkreisgemeinschaft. Regelmäßig wird während der Treffen der Gemeinschaft am Erinnerungsort Blumenschmuck in Gedenken  an die Verstorbenen niedergelegt. 1962 fand im Rahmen der Feierlichkeiten die „Übergabe  der Militsch-Trachenberger Straße “ an die Heimatkreisgemeinschaft in Springe statt. “ Einen halben Kilometer ist die Militsch-Trachenberger Straße lang. Sie beginnt an der, nach der Deisterpforte führenden Jägerallee und endet unmittelbar vor der im Bau befindlichen Schulungsstätte des Einzelhandelsverbandes Niedersachsen.“  So war die Lagebeschreibung im Militsch-Trachenberger Kreis- und Stadtblatt im Jahre 1962.

Zurück in die Gegenwart: Nach dem Gedenken an die Verstorbenen haben Mitglieder der Heimatkreisgemeinschaft jetzt gemeinsam mit Bürgermeister Springfeld eine gemütliche Kaffeerunde im Museum verbracht. Bei der Ansprache überbrachte Springfeld  die gute Nachricht, dass die Städtepartnerschaft Springe – Militsch durch den Ratsbeschluß genehmigt worden sei und nun ein Termin zur Partnerschaftsvertragsunterzeichnung stattfinden solle, der mit dem Bürgermeister von Militsch in Polen noch abgestimmt werden müsse. Für die Heimatkreisgemeinschaft geht damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Seit 1996 wurde im Rahmen des zu diesem Zeitpunkt  schon seit zwei Jahren bestehenden Schüleraustausches eine  Städtepartnerschaft als Wunschgedanke formuliert und es wurden erste Vorgespräche geführt. Bereits 1998, im Anschluß an die 40 jährige Patenschaftsfeier der Heimatkreisgemeinschaft, berichtete diese Zeitung von der Rede des damaligen Bürgermeisters Dr. Gerd Schwieger. Nachdem dieser in seiner Ansprache die guten Kontakte zwischen Militsch und Springe hervorgehoben hatte, dagte er: “ Es ist geplant, zwischen diesen beiden Städten eine offizielle Partnerschaft aufzubauen. Wir müssen zerstörte Brücken neu schlagen für eine tragfähige Zukunft.“ Seitdem sollte sich die Kommunalploitik in den jeweiligen Fraktionen mit der Frage befassen, ob Springe und Militsch/Milicz künftig das Band der Städtepartnerschaft einen soll. „Nun sind Sie es Herr Springfeld, der uns diesen Wunsch erfüllt“, freute sich der Ex-Vorsitzende Hans Nitschke. “ Nun freuen wir uns auf die gemeinsame Unterzeichnung der Städtepartnerschaft.

Die Heimatkreisgemeinschaft würde sich zudem freuen, wenn sich weitere Schlesier oder Schlesierfreunde ihrer Gruppe anschließen. Auch Nachkommen, die gerne wissen möchten, wo die Vorfahren aufgewachsen sind und gelebt haben, seien willkommen.